Das CJD - Die Chancengeber CJD Elze

Mit guten Voraussetzungen nun die Zukunft erobern

30.06.2019 CJD Elze « zur Übersicht

72 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten am Freitag ihre Abiturzeugnisse aus der Hand des Schulleiters Matthias Casper. In einer festlichen Entlassungszeremonie, die stimmungsvoll musikalisch vom Christophorusschor (unter der Leitung von Jürgen Kruppa) und dem Orchester (unter der Leitung von Gabriele Herbst), umrahmt wurde, wurden sie von Verwandten und Freunden sowie Lehrern und Lehrerinnen gefeiert. Für den Gottesdienst, der traditionell der Entlassungsfeier vorausgeht, hatten sich Schülerinnen und Schüler sowie Religionslehrerin Brigitte Eilering auf das Motto „Wurzeln, die uns Flügel schenken“ geeinigt. „Mit guten und stabilen Wurzeln ist für euch die Grundlage gelegt worden, nun in eure Zukunft zu fliegen“, erklärte Brigitte Eilering in ihrer Ansprache. Dass zu den wichtigen Wurzeln, die den Menschen ein gutes und erfolgreiches Leben ermöglichen, neben dem Heranwachsen unter den Augen sorgender Eltern und der Bildung, die die Schule bieten kann, auch Freundschaften und Erfahrungen gehören, erklärten dazu auch die Schülerinnen, die an der Gestaltung des Gottesdienstes mitgewirkten. Brigitte Eilering wies aber auch darauf hin, dass nun neue Herausforderungen auf die Absolventen zukommen werden, denen sie sich mutig stellen müssten, wie die neue Selbstständigkeit, aber auch die Verantwortung, die sie als junge Generation für ein Land wie unseres übernehmen müssen. „Ihr werdet gefragt sein, Werte zu erhalten oder neu zu diskutieren, euch wird es abverlangt werden, dann in gehobenen Positionen richtungsweisend zu sein“, mahnte sie, ermutigte sie aber auch, ihre Sehnsüchte zu verfolgen und ihre Träume zu bewahren oder neue zu finden, wenn sich der eine oder andere nicht realisieren lasse. Schulleiter Matthias Casper nahm diese Hinweise in seiner Ansprache in der Entlassungsfeier wieder auf und forderte die Abiturientinnen und Abiturienten auf, auch weiterhin füreinander einzustehen und den Blick für den anderen nicht zu verlieren. „Seid weiter neugierig, bliebt gelassen, schaut natürlich nach vorn, aber vergesst den Blick nach hinten, also zu euren Wurzeln, nicht“, rief er ihnen zu und beendete seine Ansprache mit einem irischen Segenswunsch, der den Abiturienten auch den Segen Gottes mit auf den Weg gab. Die Vorsitzende des Schulelternrats Christine Pistorius regte nach ihren Glückwünschen zum bestandenen Abitur zum Nachdenken über das Konzept des „Erwachsenseins“ an. „Die Antwort darauf, wann man denn nun endlich erwachsen ist – wenn man zur Schule geht? Wenn man das Abitur hat? Wenn man heiratet, Kinder bekommt? – müsst ihr alle für euch selber finden, ich rate euch nur: Bleibt neugierig, findet eure Zukunft, werdet nicht erwachsen und lebt!“ Hagen Heiermann, Abiturient aus dem letzten Jahr, sprach ebenfalls einige Grußworte an seine Nachfolger. „Bestimmt habt ihr die Schulzeit als ein sehr enges Korsett empfunden, in dem ihr Regeln befolgen musstet und in eurer Freiheit eingeschränkt wart. Ich habe die letzten Monate in Südafrika verbracht und dort noch ganz andere Einschränkungen meiner Freiheit erleben müssen: Zäune und Stacheldraht um jedes größere Haus, die Bitte meiner Gasteltern, nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine auf die Straße zu gehen, und Ähnliches mehr“, erklärte er. Diese Zwänge, so betonte er, gebe es in unserem Land nicht. Seine Idee von Freiheit sei danach vor allem die, dass man sich seinen Weg selbst suchen kann, dass man die Möglichkeit hat, eine eigene Meinung äußern zu dürfen. „Freiheit bedeutet auch, den Mut zu haben, Haltung zu zeigen und Positionen zu vertreten. Wir sind alle darauf angewiesen, diese Freiheit zu schützen und zu verteidigen und dabei Verantwortung für uns selbst, andere und unser Handeln zu übernehmen“, beendete er seinen Appell. Im Anschluss an die Ansprachen wurden den Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse ausgehändigt. Jeder Absolvent und jede Absolventin wurde einzeln aufgerufen, kam unter einer selbst gewählten kurzen musikalischen Einspielung (wieder einmal technisch perfekt eingeteilt von Dominic Strey, ehemaliger Schüler des CJD Elze, der immer wieder zu solchen Veranstaltungen sein technisches Knowhow zur Verfügung stellt) nach vorn und erhielt das Zeugnis aus den Händen des Schulleiters Matthias Casper, der jedem und jeder noch ein paar freundliche Worte mit auf den Weg gab. Weitere Ehrungen gab es dazu noch für einige Schülerinnen und Schüler. Leonie Hoffmann und Sarah Kenn sind schon seit der Kindergartenzeit dem CJD verbunden, Cedric Hoffmann, Enno Bruck und Sarah Kenn bekamen einen Buchpreis vom Landesbischof der evangelisch –lutherischen Landeskirche Hannovers für hervorragende Leistungen im Fach Religion. Sarah Kenn erhielt zusätzlich noch einen Gutschein für ihre 15 Punkte Prüfung in diesem Fach. Für das Fach Physik wurden Junyuang Cui und Felix Grothe mit einer einjährigen kostenlosen Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft belohnt, Junyuang Cui gewann zusätzlich dazu noch einen Buchpreis für hervorragenden Leistungen im Fach Physik. Auch für das Fach Mathematik bekam Junyuan Cui eine Auszeichnung der Deutschen Mathematiker- Vereinigung. Die drei Schüler mit den besten Abiturnoten sind Junyuang Cui (Durchschnittsnote 1,1), Julius Abresch (1,3) und Frederic Kruppa (1,6), sie konnten sich dafür noch über einen Gutschein als Geschenk der Schule freuen. Nach dem Abschluss der Entlassungsfeier trafen sich Schüler, Lehrer, und Eltern noch zu Gesprächen und einem Umtrunk sowie kleinen Snacks und ließen die Feier langsam ausklingen.