Das CJD - Die Chancengeber CJD Elze

Wichtige Entscheidungen für die kommenden Sechst- und Siebtklässler

21.01.2018 CJD Elze « zur Übersicht

Trotz des nicht sehr einladenden Wetters fanden sich am vergangenen Freitag viele Eltern und auch einige Schülerinnen und Schüler in der Sporthalle des CJD Elze ein, um sich ausführlich über die bald anstehenden Wahlen der zweiten Fremdsprache (kommender Jahrgang sechs) und des Profils (kommender Jahrgang sieben) informieren zu lassen. Schulleitung und Mitglieder des Kollegiums stellten die Inhalte und Anforderungen der jeweiligen Fächer vor und berieten die Besucher auch bei individuellen Fragen. Lateinlehrerin Katharina Kimm stellte die Vorzüge der „toten“ Sprache Latein vor. „Als tote Sprache wird Latein nur deshalb bezeichnet, weil es keine Veränderungen im Wortschatz gibt, nicht aber, weil die Sprache nicht mehr gesprochen wird“, erklärte sie den Gästen und ergänzte, dass dies schon ein Vorteil der lateinischen Sprache sei, da der zu lernende Wortschatz damit begrenzt sei. Sie betonte aber ebenfalls, dass mit dem Erwerb dieser Sprache wesentliche Schlüsselkompetenzen wie z.B. Sprachreflexion, Verständnis und Gestaltung von Texten sowie Arbeitsweisen angeeignet werden können. „Besonders geeignet ist Latein für die Schülerinnen und Schüler, die genau hinschauen können, knobeln mögen, fleißig Vokabeln und Formen lernen und ein Interesse für Geschichte haben.“ Die Französischlehrerinnen Sophie Gori und Susanne Konzack-Diekmann wiesen u.a. auf die weite Verbreitung der französischen Sprache (sie wird von etwa 200 Millionen Menschen als Mutter- oder Zweitsprache gesprochen) und auf die enge Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich hin. Beim Lernen legten beide den Schwerpunkt auf die aktive Nutzung der Sprache. Mit einem kurzen Filmausschnitt demonstrierten sie außerdem die Wichtigkeit des kulturellen Austauschs der beiden Länder. „Der am CJD Elze seit über 20 Jahren stattfindende Schüleraustausch bietet eine gute Gelegenheit, die Sprache auch einmal aktiv anzuwenden und außerdem die Lebensweise der Franzosen kennenzulernen, erklärten beide und wiesen danach noch auf die Möglichkeit hin, an der Schule in zusätzlichen Stunden das DELF-Diplom, ein international anerkanntes Schuldiplom, das z.B. den Zugang zu Hochschulen erleichtern könne, zu erwerben. Im zweiten Teil der Informationsveranstaltung stellten dann verschiedene Lehrerinnen und Lehrer die vier möglichen Profile vor. Profile beinhalten an der CJD Christophorusschule Elze zwei Wochenstunden in entweder Musik, Informatik, Sport oder einer Fremdsprache. Das musische Profil wurde vorgestellt von Musiklehrerin Antje Schrader, die auch einige Schülerinnen und Schüler aus der Profilgruppe des Jahrgangs acht mitgebracht hatte. Die Schülerinnen und Schüler gaben auf der Bühne einen kurzen Einblick in ihre musikalischen Fähigkeiten. „Natürlich sollten die Schülerinnen und Schüler, die das musische Profil wählen wollen, viel Interesse daran haben, Musik zu machen, und möglichst auch ein Instrument spielen oder Lust haben, sich erste Fähigkeiten an einfachen Instrumenten anzueignen“, erklärte sie. „Wir singen und musizieren viel, lernen aber auch viel zur Musiktheorie und bereiten gemeinsam jahrgangsübergreifend etwa alle zwei Jahre ein größeres Musiktheaterstück vor, was für den Herbst dieses Jahres wieder geplant ist.“ Das Sprachprofil stellten Englisch-und Geschichtslehrer Hartwig Meyen und Spanischlehrerin Michelle Hahn vor. Wer das sprachliche Profil wählt, hat ab dem Jahrgang sieben 2-stündig in der Woche den Geschichtsunterricht in englischer Sprache, im Jahrgang sieben gibt diese noch zusätzlich zum üblichen Geschichtsunterricht, in den folgenden drei Jahrgängen ersetzt der bilinguale Geschichtsunterricht diesen. „Die Themen sind dieselben wie im normalen Geschichtsunterricht, nur wird eben vieles auf Englisch bearbeitet und auch oft an Beispielen aus der englischen Geschichte verdeutlicht“, erklärte Hartwig Meyen den Gästen. Diese Geschichtsstunden in englischer Sprache bleiben bis zum Jahrgang zehn erhalten. Ab dem Jahrgang acht kommt ein Basiskurs Spanisch hinzu, den die Schüler ebenfalls bis zum Jahrgang zehn fortführen können, sie haben aber auch die Möglichkeit, in Klasse neun stattdessen einen Basiskurs Russisch zu wählen. Michelle Hahn erläuterte die Inhalte des Spanischunterrichts. „In meinem Spanischkurs ist es mir besonders wichtig, den Kindern das aktive Sprechen zu ermöglichen, ihnen dabei auch die verschiedenen Versionen der spanischen Sprache zu zeigen. Außerdem war ich mit dem Jahrgang zehn in einem spanischen Restaurant Tapas essen, es war klare Vorgabe, dass die Gericht auf Spanisch bestellt werden mussten.“ Die Schülerin Anais Mäder aus der 10c bestätigte, dass dies eine sehr gute Erfahrung war. Helin Mendes aus der 8c erklärte den Gästen, wie viel Spaß der Spanischunterricht mache und wie sehr sie sich über die schnellen Fortschritte freue. Jörg Schwarze-Schütte informierte die Besucher dann über das Informatikprofil. „Wir haben ein weites Feld, das wir bearbeiten, dazu gehören neben den ersten Schritten des Programmierens auch Netzwerkeinrichtung, Robotik usw., aber wir sprechen auch über Urheberrechte und Datensicherheit.“ Ihm war es besonders wichtig zu verdeutlichen, dass sich nicht nur Jungen angesprochen fühlen sollten. „Viele Jungen wählen das Profil, weil sie sich denken „Computer – kann ich“. Das ist meist ein Trugschluss. Wir erarbeiten die Grundlagen, und oft merken die Jungen gar nicht, dass die Mädchen sie dabei recht schnell überholen.“ Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Im Angebot sind außerdem noch einige Wettbewerbe, aber auch eine AG im Nachmittagsbereich, wenn die Profilwahl zu einem anderen Schwerpunkt führt. „Wer sich unsicher ist, kann aber gern in Absprache mit dem Klassenlehrern und mir einfach einmal in den Informatikunterricht hineinschnuppern“, bot er abschließend an. Zum Abschluss stellte Sportlehrerin Isabell Rode das Sportprofil vor. „Dieses Profil eignet sich für alle, die Spaß an Bewegung und Sport haben und die offen für Neues sind, denn natürlich spielen wir nicht nur Fußball“, verdeutlichte sie die Besonderheiten des Sportprofils. Neben verschiedenen Sportarten werden auch Bewegungsabläufe, das Vorbereiten von Übungseinheiten und andere Themen im sporttheoretischen Teil behandelt. „Bei der Bewertung ist es uns Sportlehrern wichtig, neben der erbrachten Leistung auch den individuellen Fortschritt mit einzubeziehen.“ Schulleiter Matthias Casper wies am Ende noch einmal darauf hin, dass auch die Note, die die Schüler im Profilfach erzielten, versetzungsrelevant ist, und erklärte, dass es auch möglich sei, das Profilfach zu wechseln. „Wenn man sich einmal entschieden hat, heißt das nicht, dass man gezwungenermaßen in diesem Fach bleiben muss. In vielen Fällen ist dies sicherlich sinnvoll, doch es gibt die Möglichkeit zu wechseln.“ Zum Abschluss konnten die Eltern noch individuelle Fragen mit den zahlreichen Kollegen klären und gut informiert bei leichtem Schneefall nach Hause fahren.