Das CJD - Die Chancengeber CJD Elze

Mit dem Fahrrad von „Coach zu Couch“

03.10.2019 CJD Elze « zur Übersicht

Ganz so, als wäre er noch immer auf Reisen, kommt Jens Steinhagen am Montagmorgen mit seinem grellgrünen Fahrrad in den Klassenraum gefahren und begrüßt vor den Augen gespannter Real- und Förderschüler den Direktor Herrn Eckhard Nührig. Steinhagen hatte in den vergangenen Monaten eine aufregende Fahrradtour hinter sich gebracht und war nun der Einladung an die CJD Realschule gefolgt, um von seinen eindrucksvollen Erlebnissen zu berichten, als gebürtiger Elzer und ehemaliger CJD Schüler für ihn quasi ein Heimspiel. Neugierig warteten die Schüler darauf zu erfahren, was Jens Steinhagen dazu bewogen hatte, sich einfach aufs Fahrrad zu setzen und quer durchs Land zu fahren. Der Coach hatte sich nach einer beruflichen Veränderung überlegt, was er mit seinem Leben eigentlich gerne tun würde. Ganz getreu dem Motto „Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens“ kam ihm schnell der Gedanke einer „Luftveränderung“ und die Idee zum Coach-Surfing war geboren. In vielen Kursen und Weiterbildungen hatte sich Steinhagen mit dem Thema Selbstmotivation und Selbstbestimmung auseinandergesetzt. „Im Hier und Jetzt“ sein und „erkennen, was von Bedeutung ist“, das ist für ihn wichtig und das wollte er weitergeben. Sein Gedanke war es, mit dem Fahrrad Deutschland und die Nachbarländer zu bereisen und private Coachings anzubieten. Im Gegenzug dafür bat er darum, eine Übernachtungsmöglichkeit zu erhalten. Zu Beginn seiner Reise hatte er einen groben Plan und Gastgeber für etwa zwei Wochen. Mehr brauchte er auch nicht, denn „dem Gehenden legt sich der Weg unter die Füße“, wie er betonte, in anderen Worten „Es wird sich schon alles ergeben“. Die Schüler und Schülerinnen waren ganz erstaunt von so viel Mut und Abenteuerlust und diskutierten, ob es für sie selbst vorstellbar wäre, ein ähnliches Abenteuer einzugehen. Und während die einen sofort Ideen für eigene Abenteuer hatten, konnten sich andere ein so scheinbar waghalsiges Unterfangen nur schwer vorstellen. Aber gemein war allen Schülern das Interesse an vor allen Dingen praktischen Fragen zum Reiseverlauf. „Wieviel Gepäck hatten Sie dabei und wie schwer war es?“ „War die Reise manchmal auch gefährlich?“ Die Fragen nahmen schier kein Ende, so dass Herr Nührig als Moderator der Fragestunde einsprang, denn die Zeit drängte ein wenig. Nach einer Stunde, in denen die Real- und Förderschüler dem Vortrag von Jens Steinhagen neugierig gelauscht hatten, hatte dieser nun zum krönenden Abschluss ein kommunikatives Ballspiel vorbereitet, in dem die Kinder und Jugendlichen üben sollten, einander zu vertrauen und mit Bedacht miteinander umzugehen. Das Spiel kam super an, war es nach den vielen Fragen und Informationen der vorangegangenen Stunde doch eine willkommene Abwechslung. Es wurde viel gelacht und am Ende waren sich alle einig: „Das war ein wirklich gelungener Vormittag.“