UMA-Gruppe im CJD Elze

Seit Herbst letzten Jahres gibt es beim CJD Elze eine Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA). Um diesen jungen Menschen in einem fremden Land eine Heimat zu bieten, wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Ludger Kamphaus die UMA-Gruppe ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Sportlern des Internats wohnen die UMAs im Haus am Engel II. Nach und nach wurde im zweiten Stock des Hauses eine eigenständige Wohngruppe aufgebaut. Zurzeit wohnen zehn Jungs zwischen 11 und 18 Jahren in der Wohngruppe. Viele von ihnen sind aus Afghanistan, aber auch aus dem Irak und Syrien kommen ein paar der Jungs. Trotz einigen sprachlichen Hürden haben sich die Jungs gut im Internat eingelebt. Durch viele gemeinsame Aktionen mit den InternatsschülerInnen entstand ein harmonisches Miteinander. Auch im Schulleben der CJD Christophorusschule wurden die zehn Jungs gut integriert. Durch das großes Engagement der Schule und der Klassenlehrerin Susann Ziegler, können sie die Sprachlernklasse besuchen. Auch ein gemeinsamer Unterricht in den Regelklassen ist schon Bestandteil ihrer Stundenpläne. So sind schon nach kurzer Zeit, in der die Jungs hier im CJD sind, deutliche Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache erkennbar.

Aber auch in der Wohngruppe selbst hat sich seit Herbst viel getan. Auch wenn Ludger Kamphaus die Leitung des Teams nicht mehr ausführt, wurde mit Halef Coskun schnell ein geeigneter Nachfolger gefunden. Gemeinsam mit Ufuk Kanbolat, Bernd Nebelin und Nergis Güven gestaltet und organisiert er den Alltag der Wohngruppe. Ein fröhliches und reges Miteinander prägt das Leben in der Wohngruppe. Durch viele gemeinsame Aktionen und Ausflüge wird den Jungs ein lebendiger Alltag geboten. Aber auch das Kennenlernen von klaren Strukturen und kulturellen Gepflogenheiten gehört zur Arbeit in der Wohngruppe. Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen, Fußball spielen oder das gemeinsame Kochen, bei dem die Jungs Gerichte aus ihrer Heimat zubereiten können, werden durch verschiedene andere Aktionen ergänzt. So haben die Jungs durch Besuche zum Hildesheimer Dom, zum Andreasturm, zur Marienburg oder zum Weihnachtsmarkt die heimische Kultur etwas kennenlernen können. Die Jungs, die aufgrund der Umstände in ihrem Heimatland nach Deutschland geflohen sind und ihre Familien sowie ihre Heimat zurücklassen mussten, haben hier im CJD ein vorübergehendes neues zu Hause und einen kleinen Familienersatz gefunden.

Bernd Nebelin