Aus dem Jahrbuch Nr. 17 von 2015/16

BetreuerInnen:

Jörg Issel, Ludger Kamphaus, Britta Siepmann, Michael Schlegel, Roberto Glöckner, Janine Nolte, Elzbieta Dabrowski, Jörg Hehne, Dennis Schwarze, Kathrin Schuhmann, Mike Banz, Jens Kanngießer, Vanessa Erlenbusch (Azubi), Jule Baxmann (FSJ), Jill Nicolaus

Internes Internatslogo entworfen von Daria Shchetkina

Elze. Eine kleine Stadt mit rund 9.000 Einwohnern. Es scheint so zu sein, als ob hier nichts Interessantes wäre. Aber diese Stadt hat eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit: Das CJD Internat. Als ich das Logo für unser Haus am Engel 1 gemalt habe, habe ich versucht alle typischen Merkmale unseres Internatslebens zu sammeln. Ein junger, ein bisschen verrückt aussehender Engel mit der Rewetüte stellt jeden Bewohner dar, der im Internat ein Stück seiner Seele lässt.

Daria Shchetkina über unser Internatslogo

Hanni - Ein Engel im Engel

An einem wunderschönen sonnigen Herbsttag kam ein kleines, süßes, schwarzes Hundewesen mit unserer Betreuerin Frau Nolte durch die Eingangstür des Engel 1. Zuerst war das Hündchen, das uns als Hanni vorgestellt wurde, noch sehr schüchtern. Doch Hanni schloss sich vom ersten Moment direkt in unsere Herzen. Von Tag zu Tag, an dem Hanni bei uns im Internat war, wurde sie zutraulicher und sie gewöhnte sich immer mehr an uns alle. Mittlerweile ist Hanni total zutraulich und wir können mit ihr kämpfen und rumalbern. Jeden Tag an dem Frau Nolte sie zu uns ins Internat bringt, gehen wir mit ihr raus und sie ist auch ein begeisterter Fan von „Germany’s next Topmodel“ und dem „Bachelor“. Inzwischen ist sie ein Teil unserer kleinen Internatsfamilie und jeder schenkt ihr ein Lächeln, wenn sie um die Ecke kommt, wie auch sie uns.

Rosann Kallmer

Mein Leben im Internat

Ich finde, dass das Leben im Internat deutlich schlimmer geschätzt wird als es eigentlich ist. Viele Leute reagieren abgeschreckt, wenn ich ihnen erzähle, dass ich in einem Internat wohne und zur Schule gehe. Dabei ist das Leben im Internat gar nicht so wie bei Hanni und Nanni. Ich habe hier mehr Freizeit als ich eigentlich brauche. Natürlich gibt es auch so was Blödes wie Medienzeiten, das ist aber leicht zu ertragen, wenn man bedenkt, dass ich dafür eine kleine zweite Familie gefunden habe, die ich fast so gerne habe, wie meine echte. Die Atmosphäre ist hier ziemlich familiär. Wir sitzen alle gerne beisammen und albern herum. Auch wenn viele Termine für einen anfallen, schafft man es gut alles unter einen Hut zu bekommen, weil unser Internat uns dabei so gut unterstützt. Deswegen schaffe ich es zweimal in der Woche zum Reitunterricht zu gehen.

Alles in allem genieße ich das Leben im Internat auch wenn man sich einmal streitet, aber das gehört dazu.

Elsa Rivera